Krisen gibt’s viele derzeit. Vieles wird knapper, nur Probleme und Gefahren haben wir genug. Ich vermisse den Mut, sie anzupacken, denn von alleine werden sie kaum verschwinden. Dazu habe ich mich neulich im „Wort zum Sonntag“ der Badischen Woche geäußert…

Auf dem Weg zur Romwallfahrt haben sie meinen Koffer verschlampt. Ohne meine Sachen in Rom, das war total nervig! Spontan Ersatz besorgen hat viel Zeit und Geld gekostet. Natürlich habe ich Entschädigung beantragt, und natürlich ist das Erwartbare passiert: die Airline hat sich, bis auf eine automatische Antwort, tot gestellt. So ging das wochenlang, bis mir der Kragen platzte: „Nachdem ich mehrfach nachgefragt habe und nichts passiert, räume ich Ihnen zur Entschädigung noch zwei Wochen ein, dann meldet sich ein Anwalt.“ Ganze drei Stunden später habe ich eine Mail im Postfach mit einem konkreten Vorschlag… Warum nicht gleich so?! Dieser Mist hat System, da bin ich sicher: wer sich nicht wehrt, wird verar***t!

Wir müssen unsere Werte wieder klar kriegen, wissen, wofür wir stehen wollen.

In diesen Krisenzeiten wächst das Gefühl, dass wir kämpferischer werden müssen. Robust für uns und unsere Rechte hinstehen. Vieles wird knapper, nur Probleme und Gefahren haben wir genug. Und genau da wundere ich mich: wann, wie sind wir in unserem Tüftlerland so auf die Jammerspur geraten?? Warum so mut- und kraftlos? Statt beherzt anzupacken, suchen wir Sündenböcke: Angeblich sei die Migration das Problem, nicht Klima, Krieg, Inflation und Überalterung. Ich finde das erbärmlich! Nach 80 Jahren europäischer Erfolgsgeschichte fallen wir in dümmste Muster zurück.

Statt beherzt anzupacken, suchen wir Sündenböcke.

Wir müssen unsere Werte wieder klar kriegen, wissen, wofür wir stehen wollen. Nur dann sichern wir Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit. Frei nach Jesus: Selig, die bei sich beginnen, sie werden was ändern. Selig, die Respekt buchstabieren, sie ernten Zusammenhalt. Selig, die Großmut üben, sie werden Räume öffnen.

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