„Wir aber sind völlig anderer Meinung als diese Unglückspropheten, die immer das Unheil voraussagen, als ob die Welt vor dem Untergang stünde.“ – so sprach Papst Johannes XIII. bei seiner berühmt gewordenen Rede zur Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils.
Das ist über 60 Jahre her, doch Leute, die Untergangsszenarien verbreiten, beschäftigen auch uns. Papst Leo XIV. hat dieses starke Wort gerade in der vergangenen Woche zitiert, und bekräftigt, dass sich Kirche aus ihrer Sendung heraus in die Welt einmischen muss.
In der Predigt zum 6.9.26 greife ich diese Impulse auf. Die beiden Päpste lehren uns, dass man sich nicht entmutigen lassen darf, dass man keine Angst vor dieser Welt und ihren Herausforderungen haben zu braucht, und dass wir in Gemeinschaft etwas bewegen werden.
die Gemeinschaft, das Miteinander, das ist eine ganz, ganz wesentliche Dimension der Kirche und des Glaubens selbst. Alleine erfasst man den Glauben nicht. Es reicht nicht aus, ein paar TikToks zu schauen oder einen Podcast zu hören und dann sich selbst Gedanken zu machen. Und schon gar nicht funktioniert es, sich zurückzuziehen, weil die Gemeinde vor Ort angeblich nicht rechtgläubig genug sei. Online ist es leicht, sich in Blasen einzurichten und krasse Sprüche zu klopfen. Aber der konkrete Mensch mir gegenüber, das, was ich dem ins Gesicht sagen kann, guten Gewissens, das ist das Kriterium und der Maßstab. Losgelöst von den anderen kann ich mich zwar sicher, unbefragt und überlegen fühlen, aber die Gefahr ist groß, dass ich mich zum einseitigen Idioten radikalisiere.
Die Papst-Zitate und die Predigt in voller Länge sind hier zum download verfügbar. Kleiner spoiler:
Glaube will die Welt transformieren und ist politisch. Punkt. Das ist weder meine noch Leos Privatmeinung. Es ist die Tradition der Kirche. Glauben Sie in Glaubensfragen uns und der einhelligen Meinung, selten genug, der deutschen Bischöfe. Glauben Sie uns mehr als Parteiprogrammen und Internettrollen. Okay?




Schreibe einen Kommentar